Wann müssen KI-generierte oder KI-bearbeitete Inhalte gekennzeichnet werden? Und welche rechtlichen Risiken entstehen, wenn Unternehmen die neuen Transparenzpflichten nicht beachten? Darüber spricht unsere Partnerin Rechtsanwältin Christine Libor in der aktuellen Folge des Marketing-Podcasts „Hauptsache, es klickt“.
Gemeinsam mit den Moderatoren Jan Roskosch und Phil Deprosse widmet sie sich in Folge #37 „KI-Kennzeichnungspflicht: Der große Guide“ den neuen Anforderungen des EU AI Act und insbesondere der Frage, welche Bedeutung diese für Marketing, Werbung und Unternehmenskommunikation haben. Die rund 45-minütige Folge verbindet dabei die rechtlichen Grundlagen mit zahlreichen Beispielen aus der Praxis.
Im Mittelpunkt stehen zunächst zentrale Begriffe der KI-Verordnung. Christine Libor erläutert unter anderem, wer als Betreiber eines KI-Systems anzusehen ist, was rechtlich unter einem Deepfake zu verstehen ist und welche unterschiedlichen Anforderungen für verschiedene Arten KI-generierter Inhalte gelten. An konkreten Beispielen wird besprochen, wann Bilder, Audio- und Videoinhalte oder Texte als künstlich erzeugt oder manipuliert kenntlich gemacht werden müssen.
Besonders relevant für Unternehmen ist dabei die Abgrenzung zwischen vollständig KI-generierten Inhalten und solchen Inhalten, bei deren Erstellung KI lediglich unterstützend eingesetzt wurde. Gerade im Marketingalltag stellen sich zahlreiche praktische Fragen: Muss bereits ein mit KI überarbeitetes Foto gekennzeichnet werden? Wie ist mit KI-generierten Werbemotiven umzugehen? Und gelten für Texte dieselben Anforderungen wie für audiovisuelle Inhalte?
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf den rechtlichen Folgen fehlender oder fehlerhafter Kennzeichnungen. Dabei geht es nicht allein um eine mögliche behördliche Durchsetzung der KI-Verordnung. Christine Libor erläutert auch die wettbewerbsrechtliche Dimension: Verstöße gegen Transparenz- und Kennzeichnungspflichten können insbesondere im Verhältnis zu Mitbewerbern relevant werden und Berührungspunkte mit dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) aufweisen.
Die Podcast-Folge bietet damit einen praxisnahen Überblick über ein Thema, das mit dem zunehmenden Einsatz generativer KI für Unternehmen, Marketingverantwortliche und Agenturen erheblich an Bedeutung gewinnt.
Wer KI bereits für Texte, Bilder, Videos oder andere Kommunikationsinhalte einsetzt, sollte die neuen Transparenzanforderungen kennen und frühzeitig in die eigenen Prozesse integrieren.
Die vollständige Folge gibt es hier:

